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Historische Ermittlungen • Bermuda Heritage

Blog 3: Der ungeklärte Diebstahl im Haus von Carter

Einer der rätselhaftesten Fälle der jüngeren Bermudas-Geschichte: Historische Objekte verschwinden aus dem originalen Haus des Sea-Venture-Überlebenden – und tauchen eine Woche später wie durch ein Wunder wieder auf.

Carters Haus unmittelbar nach dem Einbruch. Jeder der schon mal hier war sieht sofort, was fehlt.
Carters Haus unmittelbar nach dem Einbruch. Jeder, der schon einmal hier war, erkennt sofort, was fehlt.

In den Berichten der Anwohner, die in der Nacht des Einbruchs ungewöhnliche Geräusche aus der Nähe von Carters Haus wahrgenommen hatten, zeichnete sich später ein bemerkenswert konsistentes Muster ab. Zuerst war ein kräftiger Windstoß zu hören, der die alten Fensterläden erzittern ließ – ein Geräusch, das auf Bermuda nichts Ungewöhnliches ist. Kurz darauf folgten hastige Schritte auf dem Kiesweg, gefolgt vom unverkennbaren Klacken einer Tür, die unsanft geöffnet oder geschlossen wurde. Augenblicke später beschrieb ein Zeuge ein dumpfes Poltern, als wäre ein schwerer Gegenstand zu Boden gefallen. Schließlich wurden erneut Schritte wahrgenommen, diesmal schneller und unregelmäßiger, als würde jemand fluchtartig den Ort verlassen. Diese akustische Abfolge gilt heute als eine der wenigen greifbaren Spuren dieser mysteriösen Tat.

Diebe haben mehrere wertvolle Objekte aus dem original erhaltenen Haus von Christopher Carter , dem ersten dauerhaften Bewohner der Bermudas, entwendet. Eine Woche lang blieben die historischen Stücke spurlos verschwunden – bis sie plötzlich in der St. Peter’s Church auftauchten. Kurz darauf wurden sie an ihren ursprünglichen Platz zurückgebracht.

Die Aufnahmen vom Tatort zeigen sofort, dass etwas fehlt. Besucherinnen und Besucher, die das Museum kennen, erkannten den Verlust auf den ersten Blick.

Bis heute fehlt jede Spur der Täter.
Fachleute bemängeln seit Jahren unzureichende Sicherheitsmaßnahmen, die Einbrüche in das historische Gebäude begünstigen könnten.

Christopher Carter selbst spielte eine Schlüsselrolle in der frühen Siedlungsgeschichte Bermudas. Er gehörte zu den Überlebenden des Untergangs der Sea Venture im Jahr 1609. Während die übrigen Schiffbrüchigen später nach Jamestown weitersegelten, blieb Carter bis zu seinem Tod auf den Inseln – und wurde einer der ersten permanenten Bewohner Bermudas.

Um Carter rankt sich eine Legende, die bis heute fasziniert: Er soll den spanischen Golddukaten-Schatz der Sea Venture heimlich geborgen und irgendwo auf Bermuda versteckt haben. Weder der Schatz noch das Wrack der Sea Venture wurden je gefunden.

🕯️ Geräusche der Nacht

Rekonstruiere die Geräuschfolge der Einbruchsnacht im Haus von Christopher Carter.

🌬️Windstoß
👣Schritte
🚪Türklacken
🌊Wellen
📦fallendes Objekt

Carter's Logbuch

Was wurde im Haus gestohlen?

„Tag 41 auf Bermuda. Die Männer der Sea Venture sind weitergesegelt – ich jedoch blieb zurück. Die Insel hat ihre eigenen Geheimnisse, und eines davon habe ich nun bei mir.“

„Die Spanier kannten diese Gewässer besser als wir. Ihre Schiffe brachten Gold und Dukaten über den Ozean…“

„Niemand ist verblieben, der den Ort der SeaVenture kennt…“

„Eine Karte auf Papier wäre töricht gewesen…“

„Ich fertigte also keine Karte im herkömmlichen Sinne…“

„Seine Form ist rund wie die Sonne…“

„Sollte jemand diese Zeilen lesen…“

Nächster Hinweis

Die Rückseite des Zinntellers zeigt einen Kartenausschnitt. Können Sie ihn einem Schiff / Punkt auf der großen Karte zuordnen?

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